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Genaue Planungsdaten für hohe Transparenz und Effizienz

Die Produktionsplanung legt fest, welche Produkte wo und in welcher zeitlichen Abfolge mit welchen Ressourcen zu produzieren sind, um die Marktnachfrage zu erfüllen. Parallel zur Entwicklung des Produkts werden alle relevanten Fertigungsbereiche geplant, in denen das Produkt kosteneffizient und qualitätsgerecht gebaut werden kann. Darüber hinaus ist es Ziel der Produktionsplanung, die Fertigung im laufenden Betrieb zu optimieren und das Produktionskonzept bei Problemen oder neuen Anforderungen anzupassen. Um kürzere Produktionszyklen und individuelle Kundenwünsche (in Form kleiner Losgrößen) zu erfüllen, sind genaue Planungsdaten erforderlich.

VISION 2022 - PRODUKTIONSPLANUNG

Vision 2022

Die digitale Fabrik liefert dem Produktionsplaner alle Daten, die er braucht, um die Produktion effizienter zu planen und laufend zu optimieren.

Heute

Kernaufgabe des Produktionsplaners ist es, bei der Entwicklung neuer Produkte sowie bei der laufenden Fertigung ein stimmiges Produktionskonzept zu schaffen. Zu Beginn des Arbeitstages prüft er im ERP-System den aktuellen Bearbeitungsstatus in der Produktion und bearbeitet E-Mails. Bei Problemen verschafft er sich vor Ort in der Produktion ein Bild von der Situation und zeigt Werkern ggf. an, wie sie ihre Arbeitsvorgänge optimieren können. Im regelmäßigen Abstimmungstermin diskutiert er aktuelle Probleme mit Verantwortlichen aus Produktion, Vertrieb und Einkauf. Die täglichen Analysen von ERP-Daten und separat angeforderten Vertriebsdaten ermöglichen es ihm, kurzfristige und langfristige Trends für die Kapazitätsplanung zu identifizieren und das Produktionskonzept anzupassen. Im Rahmen eines parallel laufenden Projekts kalkuliert er in Tabellenkalkulationssoftware Kosten und Nutzen von Verbesserungsmaßnahmen.

Morgen

In Zukunft kann der Produktionsplaner die Produktion deutlich effizienter und mit weniger Abstimmungsaufwand planen. Ein integriertes Dashboard liefert ihm alle wichtigen Daten aus Produktion und Vertrieb in Echtzeit, sodass er sich vom Büro aus, von unterwegs oder vom Home Office aus schnell einen Überblick über den aktuellen Produktionsstatus verschaffen kann. Eine App informiert ihn schon im Vorfeld über mögliche Kapazitätsengpässe oder Probleme und schlägt konkrete Optimierungsmaßnahmen vor. Dank seiner Analytics-App kann er Produktionskapazitäten optimal an kurz-, mittel- und langfristigen (Markt-)Trends ausrichten. Innovative Virtual Reality-Anwendungen helfen ihm zudem, das Fertigungskonzept für ein neues Produkt von Beginn an so zu planen, dass in der laufenden Fertigung kaum Probleme auftreten und persönliche Abstimmungen auf dem Shopfloor seltener stattfinden.

Heute

  • Umgang mit ERP-Systemen und Spezialtools wie CAD und Simulationsanwendungen
  • Verständnis von Produktionssystemen und -abläufen
  • Controlling-Fähigkeiten und sicherer Umgang mit Tabellenkalkulationssoftware für die Analyse von Planungsdaten und die Kalkulation von Verbesserungsmaßnahmen
  • Projektmanagement
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke für funktionsübergreifende Zusammenarbeit (mit Einkauf, Produktion und Vertrieb)

Morgen

  • Umgang mit integrierten ERP-Systemen und speziellen Apps z. B. mit Predictive Analytics- und Monitoring-Funktionen für die Prognose von Bedarfen und erforderlichen Kapazitäten
  • Umgang mit Virtual Reality-Techniken
  • Basisverständnis von Produktionssystemen und -abläufen sowie digitaler Technologien wie Smart Glasses und Big Data Analytics
  • Controlling-Fähigkeiten
  • Projektmanagement
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke für funktionsübergreifende Zusammenarbeit (mit Einkauf, Produktion und Vertrieb)

Heute

Sehr enge Interaktion mit allen am Produkt beteiligten Planern sowie weiteren Verantwortlichen aus Produktion, Entwicklung, Konstruktion, Qualitätssicherung, Vertrieb und Einkauf

Morgen

Enge Abstimmung zwischen allen Produktionsbereichen (Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Qualitätssicherung, Vertrieb und Einlauf) – die persönliche Interaktion nimmt dabei allerdings ab

Heute

  • Fester PC-Arbeitsplatz im Büro
  • Persönliche Meetings in Besprechungsräumen
  • Produktionsbereiche/Leitstände
  • Eher selten: Home Office

Morgen

  • Flexibler Arbeitsplatz im Büro
  • Meetings in Besprechungsräumen sowie virtuell
  • Produktionsbereiche/Leitstände
  • Home Office ist etabliert

Heute

  • Office-Anwendungen, insb. für Tabellenkalkulationen
  • ERP-System
  • 3D-Modellierungstools
  • CAD

Morgen

  • Office-Anwendungen
  • Integrierte ERP-Lösung mit Predictive Analytics-Funktionen
  • 3D-Modellierungstools
  • CAD
  • Unified Communications-Lösung zur Kollaboration
  • Noch präzisere Simulationstools
  • Tablet
  • AR-/VR-Devices

ANWENDUNGSBEISPIELE - PRODUKTIONSPLANUNG

ProSense

Produktionsdaten werden online erfasst und Maßnahmen zur Verbesserung der Produktionsplanung und -Steuerung via App vorgeschlagen.

Hochauflösende Produktionssteuerung auf Basis kybernetischer Unterstützungssysteme

Businesswoman checking in factory on tablet

Beschreibung

ProSense hat eine Produktionssteuerung auf Basis selbststeuernder Unterstützungssysteme und intelligenter Sensorik entwickelt. Alle erfassten Bewegungs- und sämtliche historische Plandaten landen in einer speziell entwickelten, unternehmenseigenen Cloud. Auch ungeplante Änderungen im Arbeitsablauf werden erfasst und in ein Simulationsmodell übertragen, das Maßnahmen zur Verbesserung vorschlägt. Die besten Lösungen werden intuitiv in einer App angezeigt.

Nutzen

  • Arbeitsprozesse in der Produktion werden optimiert und die Planungsgüte erhöht.
  • Datenbasierte Empfehlungen unterstützen eine bessere Entscheidungsfindung.
  • Ziele des Unternehmens wie z. B. Liefertermintreue werden besser erreicht.

Wichtigste Handlungsfelder der digitalen Transformation

  • Real time Asset Management & Integration (IoT)
  • Hybrid Reality Simulation
  • Analytics

Lösungsanbieter

  • Forschungsprojekt ProSense

Genannte Anwender

  • Ortlinghaus-Werke, MSR Technologies
  • Optimierung von Arbeitsabläufen in der Montage

Virtuelle Inbetriebnahme mit Smart Hybrid Prototyping

Ein Baukastensystem ermöglicht die schnelle und einfache Erstellung funktionaler Prototypen von Fertigungssystemen mit virtuellen Techniken.

Baukastensysteme für die erlebbare Absicherung von Fertigungssystemen

Car X-ray / Blueprint - with clipping path

Beschreibung

Hybride Prototypen können schon in der Konzeption durch alle am Entwicklungsprozess Beteiligten – Konstrukteure, Werker, Kunden, Manager, Produktions- und Anlagenplaner – mit virtuellen Techniken funktional erprobt und verbessert werden, noch bevor sie hergestellt und aufgebaut werden. Auch spätere Nutzer können so stärker als bisher in die Entwicklung von Fertigungssystemen und -prozessen einbezogen werden.

Nutzen

  • Der Entwicklungsprozess von Fertigungssystemen und Anlagen wird optimiert.
  • Änderungen werden durch eine frühe Produktvisualisierung und Produkterprobung reduziert.

Wichtigste Handlungsfelder der digitalen Transformation

  • Management of Collaborative Innovations
  • Hybrid Reality Simulation
  • Value Oriented Process Management

Lösungsanbieter

  • Fraunhofer IPK

Genannte Anwender

  • unbekannt

MoviA

Technologien zur 3D-Bewegungs- und Gestensteuerung unterstützen die interaktive und mobile Planung von Produktionsprozessen und führen zu besseren Planungsergebnissen.

Mobile, virtuelle Gestensteuerung in der Planung

Businessman and Abstract Interface

Beschreibung

Das Projekt MoviA adressiert insbesondere die neuen Anforderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die der demografische Wandel und die Digitalisierung mit sich bringen. Ziel ist es, allen Beschäftigten Zugang zu virtuellen Planungsdaten zu verschaffen. Mit Hilfe der Lösung sollen Produktionsschritte und Logistikprozesse interaktiv und mobil geplant werden können. Möglich wird dies durch den Einsatz neuer Technologien wie dem „Kinect“ oder dem „Leap Motion Controller“ (3D-Bewegungssteuerung).

Nutzen

  • Die Kommunikation zwischen Planung und Shopfloor wird optimiert und damit bessere Planungsergebnisse sowie eine höhere Planungsqualität erzielt.
  • Die berührungslose Interaktion mit 3D-Planungsmodellen unterstützt die Arbeitsausführung der Mitarbeiter optimal.

Wichtigste Handlungsfelder der digitalen Transformation

  • Management of Collaborative Innovations
  • Real time Asset Management & Integration (IoT)
  • Agile Process Modeling & Implementation

Lösungsanbieter

  • Forschungsprojekt MoviA

Genannte Anwender

  • VW

DIGITALE HANDLUNGSFELDER

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Wichtigste Handlungsfelder der digitalen Transformation

Für die Produktionsplanung werden Digitalfähigkeiten in den Bereichen Cyber Physcial Systems, Digital Information Management und Digital Process Management wichtig. Daten der realen physischen Welt werden in Echtzeit als digitaler Zwilling erfasst und verarbeitet, sodass jederzeit Synchronität zwischen realer und virtueller Welt herrscht. Simulationen auch komplexer Prozesse und Abläufe unterstützen die Planung, die fortlaufend informationsbasiert optimiert wird.

Schnelles (Re-)Agieren in der digitalen Geschäftswelt erfordert eine Echtzeit-Abbildung der Vorgänge in der virtuellen und realen Welt. Dafür müssen mehr und bessere Informationen vorliegen. Sensoren melden reale Zustände wie Bewegung, Temperatur, Feuchtigkeit oder geografische Lage zwecks Auswertung in der virtuellen Welt. Automatisiert eingeleitete Maßnahmen benötigen Aktoren zur Ausführung in der realen Welt. Die Fähigkeiten zu Planung, Aufbau und Management dieser kombinierten Welten werden in dieser digitalen Fähigkeit zusammengefasst.

Die Datenflut steigt kontinuierlich. Nicht alle erzeugbaren Informationen sind dabei gleich wertvoll. Nur der richtige Umgang mit den Rohdaten erzeugt geschäftsrelevante Informationen. Eine eigene Wertschöpfungslogik für Daten beginnt mit der Auswahl der richtigen Quellen (Sourcing), der Analyse und Verarbeitung sowie der richtigen Verwendung und Präsentation. Diese muss durch ein Life Cycle- und Qualitätsmanagement ergänzt werden. Der richtige Umgang mit personenbezogenen Daten ist rechtlich notwendig und hilft Vertrauen im Markt zu gewinnen.

Prozesse beschreiben die Entstehung und Verwendung von Produkten und Dienstleistungen über alle beteiligten Firmen und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – bis zur Nutzung durch den Kunden selbst. Annähernde Automatisierung bedeutet, dass menschliches Eingreifen nur dann erfolgt, wenn dadurch gezielt die Servicequalität verbessert oder die Bedrohung der Sicherheit abgewendet wird. Agilität, Skalierbarkeit, Mobilität, (Re-)Kombinierbarkeit und Lernfähigkeit sind dabei wesentliche Eigenschaften digitaler modularer Prozessketten.

Die Handlungsfelder der digitalen Transformation entstammen dem Digital Navigator – ein etabliertes Tool, das Sie bei der erfolgreichen Umsetzung von Digitalisierungsprojekten unterstützt. Erfahren Sie hier mehr über den Digital Navigator.

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